Schutz vor Gewalt und Missbrauch
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Als Bund Freier evangelischer Gemeinden möchten wir Kindern und Jugendlichen ein gesundes Selbstbewusstsein vermitteln, ihre Identität stärken und sie dazu befähigen, eine gesunde Beziehung zu Gott, zu ihren Nächsten und zu sich selbst zu entwickeln. Dazu brauchen Kinder einen Ort, an dem sie sich sicher fühlen und der von vertrauensvollen Beziehungen geprägt ist. Woche für Woche arbeiten motivierte Mitarbeiter an diesem Auftrag. (Danke, dass ihr das tut!!) Angesichts von immer mehr Berichten über Gewalt und Missbrauch an Kindern in der Gesellschaft erscheint die christliche Arbeit mit Kindern in den Gemeinden vielen automatisch als ein Ort der Sicherheit. Man lebt in Beziehungen, man kennt sich - daher scheint Missbrauch und Gewalt keine Gefahr darzustellen. Dabei bietet gerade diese Lebensform ein hohes Potential für Gewalt und Missbrauch. Wir möchten mit der Initiative zum Schutz vor Gewalt und Missbrauch ein Bewusstsein für die Problematik schaffen und das Thema zur Sprache bringen. So wurde ein "Mitarbeiterkodex zum Schutz vor Gewalt und Missbrauch" erarbeitet, der hier zum Download zur Verfügung steht. Er soll helfen, über eine "sichere Gemeinde" ins Gespräch zu kommen. Die Referenten Anke Kallauch und Andreas Schlüter stehen zu diesem Thema für Schulungen zur Verfügung. |
Der aktuelle Newsletter 2013-03
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AG Kinder goes "Messy Church"!
![]() | „Messy“? Das klingt doch ziemlich unaufgeräumt und durcheinander oder? Und dann in Verbindung mir „Church“? Was verbirgt sich dahinter? Die Arbeitsgemeinschaft Kinder, die sich aus den Kreisbeauftragten für Kindergottesdienst und Jungschararbeit, den Vertretern der PdF-Stammesführer und dem Arbeitskreis Kinder in unserem Bund zusammensetzt, hatte für ihre jährliche Tagung im November 2012 einen besonderen Gast eingeladen. Jane Leadbetter, Kindergottesdienstreferentin in der anglikanischen Kirche in Liverpool und Co-Leiterin von Messy Church in Großbritannien, war zu uns gekommen, um über ein Konzept missionarischer Arbeit unter Familien zu sprechen. Immer wieder ist das Thema auf der AG Kinder: wie können wir Kinder erreichen, die nicht zu unseren Gemeinden gehören und wie können wir Familien dienen, die Christus nicht kennen? Das Konzept der Messy Church gehört zu den „fresh expressions“ in der Kirche in England. Man möchte hier reagieren auf eine sich verändernde Gesellschaft und den Bedürfnissen von Menschen begegnen, die nicht zur Kirche gehen. Die Anfänge waren im Jahr 2004 in Portsmouth in Südengland, als ein junger Pastor und seine Frau in eine Gemeinde versetzt wurde, die kaum von Familien und Kindern besucht wurde. Sie befragten Familien in ihrer Umgebung: Was können wir für euch tun, was würde euch helfen, eure Familie besser zu gestalten? Die Antwort war: wir möchten etwas mit unseren Kindern zusammen machen und Zeit mit ihnen verbringen. So begannen Paul und Lucy mit einer monatlichen Veranstaltung: von 15:30 - 18:00 Uhr an einem Wochentag. Die Eltern holen die Kinder aus der Schule ab und gehen direkt zu Messy Church, wo sie mit Tee und Keksen begrüßt werden. Dann folgt eine Stunde gemeinsamer Aktivität zu einem Thema. Auf unserer AG Kinder haben wir es mit dem Thema „Der gute Hirte“ versucht. Basteln, hämmern, lesen, seine Meinung sagen – an vielen Aktionstischen kamen wir dem guten Hirten in Berührung. Danach folgt eine Zeit, die „Celebration“ genannt wird, eine Feier – nicht unbedingt ein Gottesdienst. Hier gibt es ein Lied und eine kreative Darbietung des Themas oder der Bibelgeschichte. Und dann folgt etwas, das für die meisten Besucher der Messy Church das wichtigste ist: es wird gemeinsam gegessen. Messy church ist also kein Club für Kinder, sondern für alle Altersgruppen. Es soll auch nicht den Familien aus der Gemeinde gefallen, sondern Menschen, die außerhalb der Gemeinde sind. Messy Church ist auch nicht nur eine Spaßveranstaltung, sondern ein Weg, Menschen zu helfen Jesus zu entdecken, die mit ihm bisher überhaupt nichts anfangen konnten. Jesus soll diesen Familien nahegebracht werden durch eine herzliche Gastfreundschaft, durch Geschichten und Kreativität. Menschen sollen das Gefühl bekommen: wir gehören hier dazu, wir sind nicht allein mit unseren Fragen, Sorgen und Problemen. Messy Church gibt es inzwischen in einem guten Dutzend Ländern in über 1500 Orten auf der ganzen Welt. Die Zeit mit Jane Leadbetter hat uns herausgefordert, auch in Deutschland und in unserem Bund dran zu bleiben und unseren Einfluss auf Familien – den Kern jeder Gesellschaft – wachsen zu lassen. |













